Die rote Linie von Nizza

Wir waren gewarnt – sowohl von den Behörden als auch von sehr vielen kompetenten Privatpersonen: Es gibt keine absolute Sicherheit. Und auch ein anderer Aspekt von Gewaltanwendung ist nicht neu – Kraftfahrzeuge wurden schon sehr häufig als Waffe missbraucht. Die abscheuliche Bluttat von Nizza hat aber doch etwas verändert – sie hat diese Tatsachen ganz klar ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Das war noch nicht immer bei allen interessierten Menschen so.

Dementsprechend verletze ich jetzt kein Tabu, wenn ich das offene Geheimnis anspreche: Wenn zwei Fakten (Selbstmörder + Fahrzeugmissbrauch) zusammen kommen, sind wir mit allen bisher bemühten Sicherheitsvorkehrungen machtlos, leider. Weder der gläserne Bürger noch der massive Ausbau der Sicherheitskräfte kann uns davor bewahren, auch wenn sie der Notwendigkeit entsprechen sollten (was ich nicht beurteilen kann).
Zwar ist der gute Rat von Politikern und anderen Führungskräften, dass wir uns unser Gemeinschaftsleben davon nicht kaputt machen lassen dürfen, angebracht. Wirklich helfen kann das allein aber nicht.
Gut vorstellen kann ich mir, dass wir jetzt gemeinsam mit großen Visionen die Weichen für eine bessere Zukunft stellen. Für mich ist Optimismus und Gottvertrauen wichtig. Verraten Sie uns auch Ihre Vision?
NACHTRAG: In Deutschland werden immer mehr Betonblöcke bei Veranstaltungen eingesetzt, die attackierende Fahrzeuge abwehren sollen…

Autor: Jens-Jörg Plep

Computer Scientist & Author

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